2009

Im Oktober 2008 folgte nach 30 unvergesslichen Jahren im Hinterhof der Hauptstraße, der Umzug in die Bahnhofstraße. Das neue Ladengeschäft in der Nähe des Bahnhofs Garmisch-Partenkirchen bot neben der Lauflage auch eine wesentliche bessere Infrastruktur, mehr Platz und ein modernes Ambiente. Zu dieser Zeit zieht der Online-Versandhandel bereits stark an.

(anbei: Zeitungsartikel des Murnauer Tagblatts im Dezember 2007)

Geheimnis oder Geheimtipp?
Es gibt in Garmisch-Partenkirchen eine Wein- und Feinkosthandlung, die man sich unbedingt einmal anschauen sollte, selbst dann, wenn man nicht gleich um die Ecke wohnt und von weit her anreisen muß. Der Inhaber ist eine interessante Person. Er ist zwar schon seit Jahrzehnten im Geschäft, hat aber trotzdem nicht im mindesten die Neugierde und Freude an der Arbeit verloren. Im Gegenteil, es ist sein Bestreben immer bestens informiert zu sein, dabei ist er stets auf der Suche nach neuen Ideen und Geschmäckern: Gerardo heißt der Mann. Er betreibt mit großem Einsatz und Idealismus – und das nicht nur in rein geschäftlicher Hinsicht – ein etwas verzwickt, verstecktes Ladengeschäft mit Adresse Garmisch-Partenkirchen.

Eine Art Institution
‚Das italienische Weindepot‘, das nicht einmal alle Garmisch-Partenkirchner kennen. Es besteht aus zwei deutlich abgegrenzten und doch irgendwie stimmig zusammen gehörenden Abteilungen. Wobei der Name Weindepot gewiss nicht die Bezeichnung ist, die dieser Geschäftsidee gerecht wird. Es ist für Insider bereits eine Art ‚Institution‘. Dies ist ein Laden der erlesenen Geschmäcker, mit einer großen Auswahl an überwiegend handwerklichen Produkten aus Italien – und das auf einem beachtlichen Qualitätsniveau mit Anspruch – man findet garantiert keine Supermarktware. Kaum betritt man die Räumlichkeiten, so verirrt man sich förmlich in einem Sortiment italienischer Köstlichkeiten im weitesten Sinne des Wortes.

Das riesige Angebot reicht von feinem Gebäck über süße Feigensalami zu allerhand erlesenen Torroni, von ungezählten Marmeladen zu verschiedensten Sorten Honig, wobei Erzeugnisse aus unbekannten Provinzen Italiens bevorzugt angeboten werden. Dass man aus dem Laden herauskommt, ohne etwas gekauft zu haben, ist mehr als unwahrscheinlich. Denn selbst wer mit Süßem vielleicht so viel nicht am Hute hat, wird sich dem Reiz der feilgeboten Ware aus dem „würzigen“ Segment kaum entziehen können. Es gibt da ungezählte Sorten ausgesuchten Thunfischs oder Sardellen, es gibt eine exzellente Auswahl an italienischem Frisch- und Hartkäse, Teigwaren, Sughi, Reis, Caffè. Man steht staunend vor einer Auswahl exquisiter Saucen und Würzmittelzubereitungen, verliert sich irgendwann in einem anderen Bereich – Regale voll mit ausgesuchten Olivenölen und Essigen in erlesener Qualität.

Eine Versuchung wert sind auch die zahlreich angebotenen Grappe, Bitter und Liköre handwerklicher Machart, und, und, und. Doch lassen Sie uns einen Schritt weitergehen, in den anderen Teil der Räumlichkeiten, die übrigens über 100 Jahre alt sind! Zunächst bleiben wir staunend an einer Ausstellung stehen, in der verschiedenste Weine aus allen möglichen Regionen und Rebsorten Italiens ausgestellt sind, um uns dann in den „eigentlichen“ Bereich Wein aufzumachen. Beeindruckend ist das Sortiment der Weine aus autochthonen Rebsorten, also Weine die aus eingeborenen und nicht aus Allerweltssorten gemacht sind … nicht minder beeindruckend jedoch auch der Aufbau der Weine in langen Stapeln, wobei Prosecco und Schaumweine – alle kommen von Winzern – keineswegs zu kurz kommen.