2010

Der Online-Wein-Versand verzeichnet weiter gute Zuwachsraten, im Gegenzug wird ein Strukturwandel im lokalen Markt registriert. Die Inhaberfamilie Strunz macht sich erste Gedanken den kostenintensiven Standort nochmals zu wechseln und beginnt damit geeignete Objekte auszukundschaften.

(historischer Pressetext anbei)

100 Weine sind immer geöffnet
Wer sich in Hinsicht auf Wein sozusagen weiterbilden möchte, sollte die Möglichkeit zur Verkostung wahrnehmen, die immer im Weindepot angeboten wird. Das Weindepot hat zwar nicht immer offen, aber an die 100 Weine sind immer geöffnet. Montag bis Donnerstag (inkl.) öffnet man übrigens gegen Mittag, am Freitag und Samstag ab 9 Uhr früh. Samstag Nachmittag ist das Weindepot regulär so lange geöffnet, bis Schluss ist. Mit Rat und Tat steht man Ihnen in Sachen Wein zur Seite, Sie sollten allerdings offen sein für Neues und nicht fixiert auf die Klischees der Mode- und Kultweine oder die international bekannten Namen, denn die sucht man hier vergeblich. So ganz nebenbei fließen Anmerkungen für Anfänger, Fortgeschrittene und Kenner zum Thema Wein ein, in denen die Kenntnisse über Theorie und Praxis im Weinbau vertieft werden können – dabei wird garantiert nicht doziert – das geht immer ohne Voranmeldung und ohne Einschreibung.

In drei Tageskursen zum Weinhändler?
All das ist schon mehr als ein guter Grund, sich einmal im Weindepot umzuschauen. Doch der Unterschied zu anderen Geschäften ist: eben der Inhaber Gerardo, wobei seine Frau die Eva und Sohn Tobias durchaus tragende Rollen im Geschehen haben. Der Gerardo, ein Mann, der einer anderen Zeit zu entstammen scheint, hat diesen besonderen Blick, in dem man erahnen kann, wie viel Energie und Wille in ihm steckt, jene Trink- und Weinkultur und die Kultur der feinen Tafel weiter und weiter zu verbreiten. Gerardo weiß sehr wohl, dass es nicht genug ist, lediglich etwas Kontakt zu den Winzern zu halten und das übliche Bla Bla zu verbreiten, das in Dreitageskursen für die Weinhändler der Neuzeit vermittelt wird.  Über die könnte jeder Kunde selbständig für sich und mehr als reichlich in allerhand Zeitschriften lesen. Würde Gerardo und sein Team nichts darüber hinaus bieten, wäre sein Laden eine Weinhandlung, wie so viele andere auch, also ein Geschäft ohne besondere Initiative, ohne irgend ein gesteigertes Interesse.

Und genau hier liegt der Unterschied
Im Versuch, neue Wege zu beschreiten – in erster Linie neuen Ansätzen im Denken und Handeln nachzugehen, vorgetragen von Leuten, die etwas mitteilen wollen, was nicht unbedingt vorhersehbar und doch in irgendeiner Gegend fest verwurzelt ist. Es ist vor allem dieser feste Wille, all denjenigen Winzern viel Raum zu gewähren, die Wein mit Hingabe machen und die eben nicht diese großen Unternehmen, mit von Architekten durchgestylten Kellereien hinter sich wissen, welche allenthalben lautstark auf sich aufmerksam machen. Nein, Gerardo geht es um anderes – für ihn ist entscheidend, dass man in Flasche und Glas das wiedererkennt, was einen Wein wirklich ausmacht, nämlich die Rebe, die auf einem ganz bestimmten Boden gewachsen ist und so das gesamte uralte Erbgut ihres Terroirs in sich vereint.